Neues Holzdeck ist der Hit auf Realschulhof

WP vom 14.01.2019 von Marcus Bottin
Markus Müller und Christoph Tyralla von der Volksbank, Schulleiterin Nina Fröhling, Melanie Hedt-Beilfuß aus dem Organisationskomitee des Schuljubiläums und Fördervereins-Vorsitzender Martin Skiba auf dem neuen Holzdeck.
Foto: Marcus Bottin
Balve Stolz präsentiert die Städtische Realschule Balve den ersten Abschnitt ihres Schulhof-Umbaus.
. Das Außengelände der Bildungseinrichtung war arg in die Jahre gekommen, und den immer wieder geäußerten Schülerwünschen nach mehr Sitzgelegenheiten und Privatsphäre konnte und wollte sich die Schulleitung nicht länger entziehen.
„Die Planungen laufen seit unserem Schuljubiläum 2015“, verriet Schulleiterin Nina Fröhling am Montag bei der Vorstellung des ersten Bauabschnitts. Rund ein Drittel des Schulhofes hat die Realschule weitestgehend in Eigenregie umgestalten lassen – und dafür 28.000 Euro aufbringen müssen. „Der zweite Teil wird deutlich teurer“, weiß Nina Fröhling. Bis zu 200.000 Euro sind für den zweiten Abschnitt vorgesehen. Die Finanzierung erfolgt jedoch nahezu komplett über Fördertöpfe des Landes und die Stadt Balve.
Bevor im Sommer erneut Bagger und Bauarbeiter anrücken , freuen sich Schüler und auch Lehrer erst einmal über die gelungene Realisierung der ersten Maßnahme. Neue Beete und Büsche lassen den Schulhof einladender wirken und neue Sitz- und Liegegelegenheiten laden zum Ausruhen und Kommunizieren ein. Besonders beliebt: ein großes Holzdeck auf einem Betonsockel. „Die Kinder sind begeistert. Während der letzten Sonnenstunden im Herbst haben viele Kinder auf den Decks gelegen. Es wird wirklich viel genutzt“, berichtet die Schulleiterin.

Profis mit an Bord

Was gemacht wurde, erfolgte in enger Abstimmung mit den Schülerinnen und Schülern. Dazu Nina Fröhling: „Die Schüler haben Wünsche geäußert und Skizzen angefertigt. Aber bei der Planung mussten auch Fluchtwege berücksichtigt werden und wir haben auch Profis von der Firma Klute mit an Bord genommen.“ Die Schulleiterin betont, dass es wichtig sei, auf die Wünsche der Schüler zu hören. Und auch die Lehrerschaft stehe hinter dem Projekt: „Der 60er-Jahre-Charme sollte verabschiedet werden. Das war früher öde auf unserem Schulhof.“
Ähnlich sieht das Martin Skiba. Der Vorsitzende des Förderverein erklärte, dass eine solche Umbaumaßnahme der Förderung der Schüler diene: „Relaxen in den Pausen ist sehr wichtig. Der neue Schulhof tut der Schule nicht nur optisch gut.“ Christoph Tyralla von der Volksbank, die sich ebenfalls mit einer Spende an der Schulhof-Umgestaltung beteiligt hat, sagte: „Jeder Schüler soll sich in der Schule wohl fühlen. Wir unterstützen gerne Engagement.“
Nina Fröhling freut sich, dass die finanzielle Belastung auf viele Schultern verteilt wurde. „Wir haben den Umbau fast unabhängig von der Stadt Balve in die Hand genommen.“ Allerdings habe die Stadt die kompletten Planungskosten übernommen und zusätzlich noch 2000 Euro beigesteuert.

Vereinte Kräfte

Ein großer Dank gelte auch ehemaligen Abschlussklassen, die ihre Überschüsse für den Umbau gespendet haben, und allen, die beim Schuljubiläum mitgeholfen haben, denn auch dessen Erlös ging auf das Umbaukonto. „28.000 Euro können wir nicht mal eben so aus unserem Schuletat bestreiten. Das ging nur mit vereinten Kräften“, betont die Schulleiterin.
.Der Aufwand hat sich gelohnt. „Früher haben die Schüler auf dem nackten Boden gelegen oder sich Stühle aus dem Foyer geborgt; dann aber Ärger mit unserer Hausmeisterin bekommen“, erinnert sich Nina Fröhling. Inzwischen gebe es an schönen Tagen in den Pausen regelrechte Wettrennen auf die neuen Sitz- und Liege-Gelegenheiten.

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