Bürgermeister und Schulleitung werben für Balver Realschule. Viele Wege führen zum Abitur

WP vom 02.12.2017 von Richard Elmerhaus
Balve. Schulleiterin Nina Fröhling, ihr Stellvertreter Thomas Münch und Bürgermeister Hubertus Mühling führten am Donnerstagabend in der sehr gut besuchten Aula des Schulzentrums viele Gründe an, warum die Realschule die geeignete weiterführende Schule ist.
„Unsere Realschule ist eine kleine, beschauliche, aber leistungsstarke Schule. Hier werden die Kinder behutsam von den Lehrkräften in den Schulalltag eingeführt“, ließ Bürgermeister Mühling die Erziehungsberechtigten wissen. Sie müssen sich in den nächsten Wochen entscheiden, wo die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen der Balver Grundschule ab August 2018 unterrichtet werden.

Da sich die Städtische Realschule in einem enormen Wettstreit mit den Gymnasien in Sundern und Menden befindet, rührte die Schulleitung im Zusammenspiel mit dem Stadtoberhaupt mächtig die Werbetrommel für das heimische Bildungsinstitut.

Idealer Wegbereiter

Übereinstimmende Meinung von Schulleitung und Schulträger. „Es muss nicht unbedingt das Gymnasium nach der 4. Klasse sein. Es gibt viele positive Beispiele dafür, dass der Besuch der Realschule ein idealer Wegbereiter zum Abitur ist“, betonte Hubertus Mühling, der diese Erfahrung in seiner Familie gemacht hat. „Nicht jeder wird Bürgermeister, aber dass aus Realschülern was wird, dafür bin ich ein gutes Beispiel. Ich habe nämlich auch diese Schule besucht“, erzählte Hubertus Mühling mit einem Lächeln auf den Lippen.
Dass die Eltern ihren Kindern oftmals keinen Gefallen täten, wenn sie sie sofort zum Gymnasium schicken, darauf ging die Schulleitung ganz gezielt ein. „Es gibt inzwischen immer mehr Eltern, die ihre Kinder vom Gymnasium nehmen, um sie auf unserer Schule unterzubringen. Leider können wir diesem Wunsch nicht immer entsprechen. Die in unserer Schule vorhandenen Plätze sind vorrangig für unsere Realschüler bestimmt“, betonte Nina Fröhling, die eine klare Antwort auf die Frage gab: Warum Realschule Balve? „Wir sind die Schule vor Ort mit kurzen Wegen und Freundschaften vor Ort. Viele Wege führen nach Rom oder zum Abitur. Gefahr: Der Weg zurück zur Realschule ist oft nicht möglich. Unsere Schule ist für alle Kinder. Leistungsstarke werden gefordert, Leistungsschwächere werden gefördert.“
An die wissbegierigen Erziehungsberechtigten gewandt, verkündete die Schulleitung: „Es gibt einen neuen Hauptschulbildungsgang an unserer Schule, aber keine Aufnahme von klassischen Hauptschülern aus Nachbarkommunen. Alle Kinder werden in den Klassen fünf und sechs gemeinsam, aber differenziert unterrichtet.“
Nach dem Motto „Fördern und Fordern“ biete die Realschule Balve neben dem regulären Unterricht in den 5. Klassen je eine Stunde Rechtschreibung, Mathematik und Informatik an, informierten Nina Fröhling und Thomas Münch.

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